Bereitstellung einer SQL-Instanz für die Installation eines Project Server 2010

Der SQL Server aus dem Hause Microsoft ist aus modernen IT-Infrastrukturen nicht mehr wegzudenken. Produkte wie zum Beispiel WSUS, SharePoint, Lync und Project Server benötigen ihn für Ihre Nutzung. Wie ich oft im Kundenumfeld feststelle, werden oft  benötigte Datenbanken einfach in die Standardinstanz bereitgestellt. Mit diesem Block möchte Ihnen zeigen, wie Sie weitere Instanzen bereitstellen können, und somit eine sauberer Unterteilung durchführen können.

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In meinem Lab besitze ich einen SQL Server 2008 R2 mit einer Standardinstanz. Jetzt möchte ich gerne eine weitere Instanz bereitstellen, um einen SharePoint Server 2010 zu installieren. Dazu gehen Sie wie folgt vor:

  1. Wechseln Sie auf den SQL Server, auf dem die Instanz bereitgestellt werden soll. Legen Sie das Installationsmedium ein (SQL CD/DVD oder Image). Sollte der Wizard nicht starten, so öffnen Sie diesen über einen Doppelklick auf die Setupdatei.

  2. Klicken Sie anschließend auf Installation und dann in der rechten Seite auf “Neuinstallation oder Hinzufügen von Funktionen zu einer vorhandenen Installation”.

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  3. Warten Sie bis die “Setupunterstützungsregel” durchgelaufen ist. Klicken Sie dann auf “Details anzeigen”. Prüfen Sie, ob keine Beanstandungen festgestellt wurden und klicken Sie dann auf “OK”.

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    Starten Sie in der nächsten Dialogmaske die Setup-Unterstützung des SQL Server 2008.
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    Prüfen Sie, ob ein Fehler oder eine Bemerkung bei der Überprüfung der Setupunterstützungsregel gefunden wurde. Klicken Sie hierzu wieder auf “Details Anzeigen”. Klicken Sie danach auf “Weiter”.

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  4. Wählen Sie in der darauffolgenden Ansicht den Eintrag “Neuinstallation ausführen oder freigegebene Funktion hinzufügen”. 

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  5. Kontrollieren Sie in der darauffolgenden Ansicht, ob der Lizenzkey stimmt und klicken Sie dann auf “Weiter”.

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  6. Lesen Sie nun die Microsoft Software Lizenzbestimmung aufmerksam durch. Sollten Sie hiermit einverstanden sein, bestätigen Sie diese, indem Sie das Feld “Ich akzeptiere die Lizenzbedingungen” selektieren.

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  7. Da ich für die neue Instanz die SSAS und SSRS benötige, wähle ich hier die Option “SQL-Server Funktionsinstallation” aus.

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  8. Selektieren Sie in der darauffolgenden Abfrage alle SQL-Features, die Sie für die Instanz bereitstellen wollen. In meinem Fall sind das der Datenbankmoduldienst sowie die SSAS und SSRS. Die Verwaltungstools können Sie hier nicht mehr auswählen, da diese mit der Standardinstanz bereitgestellt wurden. Sollten Sie ein anderes Verzeichnis für die freigegebenen Funktionen wünschen, so können Sie dies hier ebenfalls ändern. Klicken Sie danach auf “Weiter”.

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  9. Hiernach werden Ihre ausgewählten Funktionen noch einmal überprüft. Überprüfen Sie, ob bei der Durchführung des Testes ein Fehler gefunden wurde, klicken Sie auf “Details anzeigen”. Sollten keine Fehler gefunden worden sein, so klicken Sie bitte auf “Weiter”.

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  10. Nun haben wir die Möglichkeit, den neuen Instanznamen anzugeben. Ich wähle hier für meine Bereitstellung den Namen SPS. Natürlich ist dieser Name frei zu wählen.

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  11. Das Setup überprüft als nächstes, ob genügend Speicherplatz zur Verfügung steht. Sollte der Test positiv ausfallen, so klicken Sie bitte auf “Weiter”.

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  12. Als nächstes geben Sie die Services Account an, unter denen die Dienste ausgeführt werden sollen.

    Achtung: Aus Sicherheitsgründen, sollten Sie grundsätzlich für jeden Dienst ein separates Konto benutzen.

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  13. Nun legen Sie einen Benutzer für das Datenbankmodul an. In meinem Beispiel habe ich den Administrator hinzugefügt, da sich der Server in einer reinen Testumgebung befindet. In Produktivumgebungen rate ich hiervon dringend ab! Ebenfalls können Sie hier bei Bedarf die Datenverzeichnisse ändern oder die neuen, im SQL Server 2008 integrierten FILESTREAM Optionen ändern. Ich habe ebenfalls den gemischten Modus der Authentifizierung gewählt. Somit kann ich mich auch direkt über das Datenbankmodul anmelden. Klicken Sie danach auf “Weiter”.

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  14. Geben Sie nun einen Benutzer für das SSAS Modul an. Genau wie im vorherigen Beispiel sollte in Produktivumgebungen nicht der Administrator benutzt werden! Über die Registerkarte “Datenverzeichnisse” können Sie bei Bedarf das Installationsverzeichnis ändern. Klicken Sie danach auf “Weiter”.

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  15. Wählen Sie in der kommenden Abfrage die Installationsform der SSRS aus. In meinem Beispiel wähle ich die Option “Standardkonfiguration des integrierten SharePoint-Modus installieren.

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  16. Wählen Sie die gewünschte Form der Fehlerberichtserstellung und klicken Sie auf “Weiter”.

    Achtung: Damit Microsoft weiterhin die hohe Qualität Ihrer Produkte beibehalten kann, sollten Sie hier den Haken unbedingt setzen. Sie unterstützen somit die stetige Verbesserung des Produktes!

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  17. Es werden noch einmal Ihre gewählten Optionen überprüft. Klicken Sie nach der Überprüfung auf “Details einblenden” und prüfen Sie, ob ein Fehler gefunden wurde. Sollten keine Hinweise existieren, so klicken Sie auf “Weiter”.

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  18. Es werden Ihnen noch einmal Ihre ausgewählten Optionen angezeigt. Überprüfen Sie diese letztmalig und klicken Sie dann auf “Installieren”.

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  19. Nun erfolgt die Installation/Bereitstellung. Nachdem dies erfolgt ist, zeigt Ihnen das Setup die erfolgreiche Installation an. Klicken Sie nun auf “Schließen”.

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  20. Öffnen Sie nun das SQL-Management-Studio und melden Sie sich an der Instanz an. Wählen Sie hierzu die Rechnernamen, gefolgt von dem Instanznamen. In meinem Beispiel BL-SQL-01\SPS.

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    ACHTUNG! Sollten Sie einen SQL-Alias verwenden, so müssen Sie diesen jetzt auch mit der Instanz anlegen. Eine Anleitung finden Sie hier.

  21. Danach wird die Instanz geöffnet und Sie können weitere Konfigurationen vornehmen.
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    Nun ist die Bereitstellung einer Instanz abgeschlossen.

     

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Über T.Blankertz

Torben Blankertz lebt mit seiner Familie in Erkelenz im Kreis Heinsberg am linken Niederrhein. Hauptberuflich ist er bei der Firma Bechtle IT-Systemhaus Köln im Microsoft Competence Team als IT-Consultant im Enterprise-Segment tätig.Während seiner Ausbildung an der Akademie für Information- und Telekommunikationstechnik zu Essen entwickelte er seinen Schwerpunkt im IT-Controlling: Ermittlung von Projektfortschritten und dessen Wirtschaftlichkeit mit der Ertragswertanalyse (Earned Value). Während der Ausbildung war er als technischer Projektleiter bei einem Dienstleistungsunternehmen in der Umweltbranche tätig. Dort konnte er seine technische Expertise in den Technologien Linux, Microsoft und Citrix ausbauen und vertiefen. Nach der Ausbildung wechselte er in den Raum Köln, wo er als Projektmanager und Berater für Projektmanagement in den Bereichen ITC-Migrations- und ITC-Integrationsprojekte sowie Rollouts mit dem Schwerpunkt Microsoft Technologien eingesetzt wurde. Für die Abwicklung der Projekte war er federführend verantwortlich und richtete dabei seinen Fokus auf die Projktmanagementmethode PRINCE2. Seit 2006 richtet er sein Interesse auf die Umsetzung der Projektmanagementmethoden PRINCE2 und deren Umsetzung mit den entsprechenden Projektmanagementtechnologien aus. Bedingt durch diesen Fokus, ist er auch als Technologieberater für die Produkte: SharePoint und Project Server und deren benötigten Infrastruktur tätig. Seit 2008 doziert er an der Akademie für Informations- und Telekommunikationstechnik zu Essen in den Fächern IT-Controlling, IT-Qualitätsmanagement und IT-Risikomanagement sowie Microsoft Project.
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