ProjectServer 2010–Optimierung der Ladezeiten der PWA

Sicherlich ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass der erste Zugriff auf eine PWA-Seite einen größeren Zeitansatz benötigt. Sollten Sie die Ladezeiten optimieren wollen, müssen Sie den BlobCache auf jedem Webfrontend-Server aktivieren. Die Aktivierung können Sie einmal manuell oder über ein PowerShell Script durchführen. Die HanseVision GmbH stellt hierfür in ihrem Blog ein PowerShell Script zur Verfügung.

Wie geht man aber vor, wenn man die Änderungen manuell einfügen möchte? Aus meiner Erfahrung arbeiten viele unserer Kunden im Bereich ProjectServer 2010 nur mit einem, maximal 2 Frontend-Servern und besitzen nicht unbedingt Kenntnisse im PowerShell Scripting.

Das Aktivieren des BlobCache müssen Sie über die Datei web.config durchführen.

Gehen Sie hierfür wie folgt vor.

Melden Sie sich auf dem Frontend-Server an. Merken Sie sich, unter welcher Adresse Ihre PWA erreichbar ist. In meinem Beispiel http://pwanautilus und den Port in meinem Beispiel 80. Öffnen Sie das folgende Verzeichnis:

C:\inetpub\wwwroot\wss\VirtualDirectories\pwanautilus80\

Achtung: innerhalb des Ordners “VirtualDirectory” finden Sie alle Websitesammlungen, die Sie bereitgestellt haben.

In diesem Ordner finden Sie die Datei Web.Config

image

Öffnen Sie die Datei mit einem Editor.

Achtung: Ich empfehle Ihnen einen Editor mit Text-Highlighting. Ein sehr gutes Freeware-Produkt ist das Programm NotePad++ und das können Sie hier herunterladen.

Öffnen Sie Notepad++ und klicken Sie im oberen Bereich auf den Button “Suchen…”

image

Geben Sie in der Suchmaske den folgenden Begriff ein.

image

Geben Sie solange “Weitersuchen” ein, bis Sie zu der folgenden Zeile kommen.

<BlobCache location="C:\BlobCache\14" path="\.
(gif|jpg|jpeg|jpe|jfif|bmp|dib|tif|tiff|ico|png|wdp|hdp|css|js|
asf|avi|flv|m4v|mov|mp3|mp4|mpeg|mpg|rm|rmvb|wma|wmv)
$" maxSize="10" enabled="false" />

Genau hier können Sie den BlobCache nun aktivieren. Folgende Einstellungen können Sie eingeben:

 
location Gibt den Ordner an, indem der BLOB-Cache die Daten speichert
Path Gibt an, welche Dateiformate gespeichert werden sollen
maxSize Max. Größe des Speichers in GB
max-age Max. Alter einer gecachten Datei. Zum Beispiel: 86400 = 24 Stunden
enabled bestimmt, ob der BLOB-Cache aktiviert ist oder nicht. Ja= true, Nein=false (Standard)
Achtung! Sie sollten den Einsatz der Medientypen gut überlegen. Bei statischen Seiten, können Sie so viele Dateitypen cachen wie möglich. Bei dynamischen Seiten sollten Sie sich Gedanken über die Dateitypen machen.
 
Ändern sie also die Zeile wie folgt ab:
 
<BlobCache location="C:\BlobCache\14" path="\.
(gif|jpg|jpeg|jpe|jfif|bmp|dib|tif|tiff|ico|png|wdp|hdp|css|
js|asf|avi|flv|m4v|mov|mp3|mp4|mpeg|mpg|rm|rmvb|wma
|wmv)$" maxSize="2" max-age="86400" enabled="true" />
Speichern Sie Ihre Änderungen ab und führen Sie ein iisreset /noforce aus.
 
 image

 

Wechseln Sie nun im Explorer auf  Laufwerk c:\. Wie Sie feststellen, ist noch kein Ordner mit dem Namen BlobCache vorhanden.

image

Starten Sie nun den Browser und rufen Sie Ihre PWA auf. Der Ordner wird nun auf dem Laufwerk C.\erstellt.

image

Der Zugriff auf Ihre PWA sollte nun Performance erfolgen.

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Über T.Blankertz

Torben Blankertz lebt mit seiner Familie in Erkelenz im Kreis Heinsberg am linken Niederrhein. Hauptberuflich ist er bei der Firma Bechtle IT-Systemhaus Köln im Microsoft Competence Team als IT-Consultant im Enterprise-Segment tätig.Während seiner Ausbildung an der Akademie für Information- und Telekommunikationstechnik zu Essen entwickelte er seinen Schwerpunkt im IT-Controlling: Ermittlung von Projektfortschritten und dessen Wirtschaftlichkeit mit der Ertragswertanalyse (Earned Value). Während der Ausbildung war er als technischer Projektleiter bei einem Dienstleistungsunternehmen in der Umweltbranche tätig. Dort konnte er seine technische Expertise in den Technologien Linux, Microsoft und Citrix ausbauen und vertiefen. Nach der Ausbildung wechselte er in den Raum Köln, wo er als Projektmanager und Berater für Projektmanagement in den Bereichen ITC-Migrations- und ITC-Integrationsprojekte sowie Rollouts mit dem Schwerpunkt Microsoft Technologien eingesetzt wurde. Für die Abwicklung der Projekte war er federführend verantwortlich und richtete dabei seinen Fokus auf die Projktmanagementmethode PRINCE2. Seit 2006 richtet er sein Interesse auf die Umsetzung der Projektmanagementmethoden PRINCE2 und deren Umsetzung mit den entsprechenden Projektmanagementtechnologien aus. Bedingt durch diesen Fokus, ist er auch als Technologieberater für die Produkte: SharePoint und Project Server und deren benötigten Infrastruktur tätig. Seit 2008 doziert er an der Akademie für Informations- und Telekommunikationstechnik zu Essen in den Fächern IT-Controlling, IT-Qualitätsmanagement und IT-Risikomanagement sowie Microsoft Project.
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