Microsoft Project 2010 Deployment–Part 1 Installation der Windows Bereitstellungsdienste

Die gute alte Migration. Da fährt man zu manchen Kunden und soll eine Migration von 2007 auf 2010 durchführen. Dies stellt prinzipiell erfahrende Engineers eigentlich auch nicht vor ein Problem. Bis zu dem Punkt an dem man sich die Frage stellt, wie denn der Project Client 2010 auf die 85 Notebooks der Projektleiter kommt. Natürlich ist dies bei Unternehmen mit Softwareverteilungslösungen zum Beispiel mit dem SCCM kein Problem. Doch gerade in kleinen und mittelständigen Betrieben sind diese Technologien noch nicht sehr verbreitet. Aus diesem Grund möchte ich mit meiner neuen Reihe eine Lösung anbieten, dass auch mittelständige Unternehmen ihre Software einfach und kostenlos verteilen können.

Meine aktuelle Lab-Umgebung für mein Beispiel:

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Für dieses Beispiel benötigen Sie nicht zwingend den SQL Server 2008 R2 und den Project Server 2010 inkl. SharePoint!

Ich werde hier den kompletten Weg inkl. des Betriebssystem erläutern, damit Sie eventuell das Tool komplett nutzen können.

Zuerst einmal die Frage, was ist Neu in den Windows Deployment Toolkit 2012?

  • Erweiterung des Supports für SystemCenter 2012 Configurations Manager
  • Integration des Microsoft Diagnostics and Revory Toolset 7 (DaRT) und Security Compliance Manager (SCM)
  • Unterstützung für Windows 8 Consumer Preview in einer Lab-Umgebung
  • Unterstützung für Windows 2012 Beta    

Ebenfalls benötigen Sie für die Windows 7 die jeweilige AIK (Automatik Installation Toolkit). Beide Produkte können Sie hier herunterladen:

Download Produkt
Microsoft Deplyoment Toolkit (MDT) 2012
Windows 7 AIK inkl. SP 1

Bevor Sie die Microsoft Deployment Tools 2012 installieren, müssen Sie die Rolle “Windows-Bereitstellungdienste” und die Rolle “Datei-Dienste” (so mal noch nicht bereitgestellt) hinzufügen.

Öffnen Sie hierfür den Server-Manager und wählen Sie unter Rollen die Option „Windows-Bereitstellungsdienste“.

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Schließen Sie die Bereitstellung ab, indem Sie der Installationsroutine folgen. Nachdem die Windows-Bereitstellungsdienste bereitgestellt wurden, müssen wir diese als nächstes konfigurieren. Klicken Sie hierzu entweder in der Windows-Schnellstartleiste oder unter Programme auf “Windows-Bereitstellungsdienste” um die Konfiguration zu beginnen.

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Expandieren Sie die Option Server und klicken Sie auf ihrem Server mit der rechten Maustaste. Wählen Sie im Kontextmenü die Option “Server konfigurieren”.

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Achtung: Lesen Sie die Informationen im nächsten Fenster aufmerksam durch, ob ihre Infrastruktur die Anforderungen erfüllt. Sollte in ihrer Testumgebung noch kein DHCP Server bereitgestellt sein, so konfigurieren Sie diesen vorher. Eine Anleitung können Sie hier lesen.

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Klicken Sie dann auf “Weiter”.

Vergeben Sie einen Namen für den Remoteinstallationsordner. In meinem Beispiel lasse ich den Standardordner und ändere das Laufwerk in F.

Achtung: Da wir in unserem Beispiel Microsoft Project 2010 und Windows 7  paketieren werden, sollten Sie einiges an Kapazität auf ihren Remoteinstallationsordner einplanen. Sollten Sie das Beispiel in einer Virtualisierungslösung durchführen, empfehle ich eine zusätzliche HDD in den Hypervisior aufzunehmen.

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Als nächstes konfigurieren wir die “PXE-Client” Option. Sollten Sie auf dem Server, wie weiter oben beschrieben einen DHCP bereitgestellt haben, klicken Sie auf die angezeigte Option. Klicken Sie anschließend auf “Weiter”

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Als nächstes müssen Sie die Entscheidung treffen, auf welche Art von Clients, der Dienst antworten soll. In meinem Beispiel wähle ich beide Optionen. “Allen Clientcomputern antworten (bekannt und unbekannt)” und “Port 67 nicht abhören”. Warum diese Option? Sollten Sie einen neuen Rechner installieren wollen, ist dieser meist noch nicht im AD integriert. Aus diesem Grund soll der Server antworten um den Rechner zu einem späteren Zeitpunkt zu genehmigen.

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Achtung: Sollten Sie die Option “Port 60 nicht abhören” deaktiviert haben, kann der Dienst eventuell nicht gestartet werden und es kommt zur folgenden Fehlermeldung mit der Event-ID 7024:

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Danach wird der Server konfiguriert. Die Anzeige wird nach erfolgreicher Konfiguration dann wie folgt angezeigt. Bitte deaktivieren Sie den Haken: “Abbilder jetzt mit dem Server hinzufügen”. Wir wollen vorher noch einmal schauen, welche Veränderungen durchgeführt wurden. Klicken Sie danach auf “Fertig stellen”.

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Danach ist die Installation abgeschlossen und wir werden nun im 2 Part, die Installation des “Microsoft Deployment Toolkit” durchführen.

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Über T.Blankertz

Torben Blankertz lebt mit seiner Familie in Erkelenz im Kreis Heinsberg am linken Niederrhein. Hauptberuflich ist er bei der Firma Bechtle IT-Systemhaus Köln im Microsoft Competence Team als IT-Consultant im Enterprise-Segment tätig.Während seiner Ausbildung an der Akademie für Information- und Telekommunikationstechnik zu Essen entwickelte er seinen Schwerpunkt im IT-Controlling: Ermittlung von Projektfortschritten und dessen Wirtschaftlichkeit mit der Ertragswertanalyse (Earned Value). Während der Ausbildung war er als technischer Projektleiter bei einem Dienstleistungsunternehmen in der Umweltbranche tätig. Dort konnte er seine technische Expertise in den Technologien Linux, Microsoft und Citrix ausbauen und vertiefen. Nach der Ausbildung wechselte er in den Raum Köln, wo er als Projektmanager und Berater für Projektmanagement in den Bereichen ITC-Migrations- und ITC-Integrationsprojekte sowie Rollouts mit dem Schwerpunkt Microsoft Technologien eingesetzt wurde. Für die Abwicklung der Projekte war er federführend verantwortlich und richtete dabei seinen Fokus auf die Projktmanagementmethode PRINCE2. Seit 2006 richtet er sein Interesse auf die Umsetzung der Projektmanagementmethoden PRINCE2 und deren Umsetzung mit den entsprechenden Projektmanagementtechnologien aus. Bedingt durch diesen Fokus, ist er auch als Technologieberater für die Produkte: SharePoint und Project Server und deren benötigten Infrastruktur tätig. Seit 2008 doziert er an der Akademie für Informations- und Telekommunikationstechnik zu Essen in den Fächern IT-Controlling, IT-Qualitätsmanagement und IT-Risikomanagement sowie Microsoft Project.
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Eine Antwort zu Microsoft Project 2010 Deployment–Part 1 Installation der Windows Bereitstellungsdienste

  1. salewskiuwe schreibt:

    Hallo Torben, super Thema/Beitrag, werde ich auf jeden Fall in meiner Testumgebung einmal Nachbauen. Bin schon auf Part 2 gespannt. Gruss Uwe

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