ProjectServer 2010– Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Sicherste im ganzen Land? Einrichten eines SQL-Spiegels für eine ProjectServer 2010 Instanz Teil I

Eines der größten Flaschenhälse innerhalb der meisten SharePoint bzw. Project Server Umgebungen ist der SQL Server. Oft macht man sich innerhalb des Infrastrukturdesigns Gedanken darüber, ob man nun zwei oder drei Frontend-Server einsetzen soll. Reicht ein Applikation-Server oder nehmen wir doch lieber zwei? Wie viele Search-Server sollen wir einrichten? Viele Fragen und noch mal Fragen. Aber über die Konfiguration des SQL Servers macht sich niemand Gedanken. Oft beruht das Sicherheitsgefühl auf die eingesetzte Virtualisierungslösung. Denn in Zeiten von VMotion und anderen Hochverfügbarkeitslösungen braucht man ja keine ausfallsicheren Server mehr. Ist das wirklich so? Wir können festhalten, dass der SQL-Server eigentlich das Herzstück jeder Microsoft Infrastruktur ist, denn jede Enterprise Lösung von Microsoft benötigt mittlerweile diese Technologie, um bereitgestellt zu werden. Ebenfalls sind die Funktionalitäten sehr vielseitig.

Interessant ist bei einem Ausfall, wie hoch die zu erwartende Downtime (MTTR) ist. Die Uptime der Systeme ist heute eigentlich beachtlich. Man stellt immer wieder fest, wie nachlässig mit dem Thema  SQL-Server Sicherheit umgegangen wird. Was ist, wenn die Herstellung der gewünschten Server-Instanzen dann nicht funktioniert? Wie lange können Sie auf Ihren SharePoint Server/ProjectServer verzichten?

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SQL Server 2008 R2 gibt Ihnen die Möglichkeit, relativ einfach einen Spiegel einzurichten, hierdurch können Sie eine relativ hohe Sicherheit Ihres Project Server 2010 Datenbanken sicherstellen.

Was benötigen Sie für ein SQL-Spiegel? Sie benötigen zwei Server mit der gleichen SQL Version (Standard bzw. Enterprise). Der eine Server dient als Prinzipal, der andere Server als Spiegel. Die dritte Serverrolle ist optional und wird Zeuge genannt. Dieser kontrolliert, ob der Prinzipal noch antwortet, ist dem nicht so, übergibt er dem Spiegel die Rolle des Prinzipal.  Der Zeuge kann mit einem SQL-Server Express Version betrieben werden.

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Das besondere an der Version SharePoint Server 2010 ist, dass Sie nun einen Failoverserver bei der Bereitstellung der Websitesammlung angeben können. Somit haben Sie aufwändige Konfigurationen über einen SQL Alias erspart.

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Achtung. Bei der Version 2007 stand Ihnen die Option noch nicht zur Verfügung. Da Sie bei der Verion 2007 keinen Einflauss auf den Connection String hatten, können Sie hier nur über den SQL-Alias eine Serveradressenänderung durchführen.

Im nächsten Teil werden wir nun den SQL-Server für einen Spiegel vorbereiten.

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Über T.Blankertz

Torben Blankertz lebt mit seiner Familie in Erkelenz im Kreis Heinsberg am linken Niederrhein. Hauptberuflich ist er bei der Firma Bechtle IT-Systemhaus Köln im Microsoft Competence Team als IT-Consultant im Enterprise-Segment tätig.Während seiner Ausbildung an der Akademie für Information- und Telekommunikationstechnik zu Essen entwickelte er seinen Schwerpunkt im IT-Controlling: Ermittlung von Projektfortschritten und dessen Wirtschaftlichkeit mit der Ertragswertanalyse (Earned Value). Während der Ausbildung war er als technischer Projektleiter bei einem Dienstleistungsunternehmen in der Umweltbranche tätig. Dort konnte er seine technische Expertise in den Technologien Linux, Microsoft und Citrix ausbauen und vertiefen. Nach der Ausbildung wechselte er in den Raum Köln, wo er als Projektmanager und Berater für Projektmanagement in den Bereichen ITC-Migrations- und ITC-Integrationsprojekte sowie Rollouts mit dem Schwerpunkt Microsoft Technologien eingesetzt wurde. Für die Abwicklung der Projekte war er federführend verantwortlich und richtete dabei seinen Fokus auf die Projktmanagementmethode PRINCE2. Seit 2006 richtet er sein Interesse auf die Umsetzung der Projektmanagementmethoden PRINCE2 und deren Umsetzung mit den entsprechenden Projektmanagementtechnologien aus. Bedingt durch diesen Fokus, ist er auch als Technologieberater für die Produkte: SharePoint und Project Server und deren benötigten Infrastruktur tätig. Seit 2008 doziert er an der Akademie für Informations- und Telekommunikationstechnik zu Essen in den Fächern IT-Controlling, IT-Qualitätsmanagement und IT-Risikomanagement sowie Microsoft Project.
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