Teil II – Bereitstellung von Project Server Datenbanken in einer SQL Server 2012 Availibility Group

In meinem zweiten Beitrag zum Thema AlwaysOn, werden wir nun die Clusterdienste für den Service bereitstellen. Wie schon in Teil 1 der Reihe beschrieben, habe ich hierzu die folgende Umgebung aufgebaut.

Servername Serverversion
pin_green BL-ADS-01 Microsoft Server 2008 R2 Standard
pin_green BL-SPS-01 Microsoft Server 2008 R2 Standard SharePoint Server 2010
inkl.
ProjectServer 2010
pin_green BL-SQL2012-01 Microsoft Server 2008 R2 Enterprise SQL Server 2012 Enterprise
pin_green BL-SQL2012-02 Microsoft Server 2008 R2 Enterprise SQL Server 2012 Enterprise
pin_green BL-SQL2012-03 Microsoft Server 2008 R2 Enterprise SQL Server 2012 Enterprise
pin_green BL-SQL2012-04 Microsoft Server 2008 R2 Enterprise SQL Server 2012 Enterprise

Stellen Sie als erstes auf allen SQL-Servern das Clusterfeature bereit. Öffnen Sie hierzu den Servermanager und wählen Sie unter Features das Feature “Failover-Clusterunterstützung”.

SNAGHTML465352a

Sie können das Feature natürlich auch mit dem Befehl über die PowerShell bereitstellen:

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Achtung: Das ganze geht natürlich schneller, wenn Sie auf den jeweiligen Servern die Remote Administration erlaubt haben. Verbinden Sie sich über die PowerShell mit anderen Servern mit dem Befehl:

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Und führen Sie dann den Befehl aus. Natürlich können Sie das auch Scripten Smiley.

Starten Sie nun auf dem ersten Knoten den “Failover-Manager” über Ihre Verwaltung.

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Gehen Sie nun mit der rechten Maustaste auf den Knoten “Failover-Clustermanager” und wählen Sie im Kontextmenü die Auswahl “Cluster erstellen”. Oder wählen Sie den gleichen Link auf der rechten Seite.

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Lesen Sie sich bei Bedarf die Informationen durch, und klicken Sie anschließend auf weiter.

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Fügen Sie nun alle Server hinzu, die in Ihr Cluster hinzugefügt werden sollen. Klicken Sie anschließend auf ““Weiter”.

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Führen Sie nun einen Test aus. Klicken Sie hierfür auf “Weiter”.

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Bestätigen Sie nun noch einmal Ihre Informationen und klicken Sie auf “Weiter”.

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Wählen Sie nun, ob alle Test ausgeführt werden sollen oder nur selektierte. Drücken Sie anschließend auf “Weiter”.

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Wählen Sie die Optionen aus, die bei der Überprüfung hinzugefügt werden sollen. Beachten Sie bitte, dass zwischen den verschiedenen Optionen Abhängigkeiten bestehen können.

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Überprüfen Sie noch einmal Ihre Eingabe und klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

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Überprüfen Sie das Protokoll und gehen Sie gebenfalls auf “Fertigstellen”.

Achtung: In Produktivumgebungen, sollte der Test immer ohne Fehler erscheinen, da sonst keinen Support geleistet wird Smiley. Sie haben immer die Möglichkeit den Test über den Clustermanager erneut auszuführen.

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Vergeben Sie nun einen Clusternamen und die übergeordnete IP-Adresse, über die das Cluster angesprochen werden soll. Klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

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Kontrollieren Sie noch einmal Ihre Einstellung und klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

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Das Cluster wird nun bereitgestellt. Klicken Sie nun auf “Fertig stellen”.

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Konfiguration des Quorum

Sicherlich haben Sie schon gemerkt, dass wir kein Quorum konfiguriert haben. Quorumkonfiguration bedeutet nicht wie früher, unter Windows Server 2003 eine Shared Disk bereitzustellen, die bei einem Ausfall als Hochverfügbarkeitsshare zur genutzt wird, sondern sogenannte Stimmen (Votes).   Durch die Stimmen erfährt ein Cluster, ob er noch genug Knoten besitzt um zu leben – oder nicht. Hierzu empfiehlt Microsoft – jeder Server der einem Failover-Paar zugehört soll eine Stimme erhalten, jeder Secondaries nicht.

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Achtung. Änderungen der Stimmen (Votes) kann während des Produktivbetriebes erfolgen. Sollten Sie diesen nicht ändern, wird Ihnen eine Warnung bei der späteren Erstellung der Aivailibility Group im Assistenten angezeigt.

Die Konfiguration können Sie bequem über die Power Shell durchführen. Hierzu benötigen Sie den KB Artikel 2494036. Diesen können Sie hier herunterladen. Installieren Sie den KB auf Ihren SQL-Servern.

Gehen Sie in die Powershell und prüfen Sie die aktuelle Votes Konfiguration mit dem folgenden Befehl:

SNAGHTMLa203151

Ändern Sie nun die Vote-Verteilung wie folgt.

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Führen Sie den Befehl auch für Ihren zweiten Server aus und kontrollieren Sie dann die Einstellungen:

SNAGHTMLaf9dd6c

In meinem dritten Beitrag werde ich nun die Availability Group erstellen.

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Über T.Blankertz

Torben Blankertz lebt mit seiner Familie in Erkelenz im Kreis Heinsberg am linken Niederrhein. Hauptberuflich ist er bei der Firma Bechtle IT-Systemhaus Köln im Microsoft Competence Team als IT-Consultant im Enterprise-Segment tätig.Während seiner Ausbildung an der Akademie für Information- und Telekommunikationstechnik zu Essen entwickelte er seinen Schwerpunkt im IT-Controlling: Ermittlung von Projektfortschritten und dessen Wirtschaftlichkeit mit der Ertragswertanalyse (Earned Value). Während der Ausbildung war er als technischer Projektleiter bei einem Dienstleistungsunternehmen in der Umweltbranche tätig. Dort konnte er seine technische Expertise in den Technologien Linux, Microsoft und Citrix ausbauen und vertiefen. Nach der Ausbildung wechselte er in den Raum Köln, wo er als Projektmanager und Berater für Projektmanagement in den Bereichen ITC-Migrations- und ITC-Integrationsprojekte sowie Rollouts mit dem Schwerpunkt Microsoft Technologien eingesetzt wurde. Für die Abwicklung der Projekte war er federführend verantwortlich und richtete dabei seinen Fokus auf die Projktmanagementmethode PRINCE2. Seit 2006 richtet er sein Interesse auf die Umsetzung der Projektmanagementmethoden PRINCE2 und deren Umsetzung mit den entsprechenden Projektmanagementtechnologien aus. Bedingt durch diesen Fokus, ist er auch als Technologieberater für die Produkte: SharePoint und Project Server und deren benötigten Infrastruktur tätig. Seit 2008 doziert er an der Akademie für Informations- und Telekommunikationstechnik zu Essen in den Fächern IT-Controlling, IT-Qualitätsmanagement und IT-Risikomanagement sowie Microsoft Project.
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