Teil V – Bereitstellung von Project Server Datenbanken in einer SQL Server 2012 Availibility Group (Backup On Secondaries)

Sie erhalten nun im SQL Server 2012 die Möglichkeit das Backup-Verhalten unter AlwayOn zu beeinflussen. Es ist nun möglich, BackUp’s nur von dem Secondary zu erstellen. Dadurch wird der Primary-Knoten entlastet. Wie können Sie nun die Option nutzen?

Öffnen Sie als Erstes das SQL Server Management Studio (SSMS). Gehen Sie nun auf den Knoten “Verwaltung” und markieren Sie dort die Option “Wartungspläne”.  Klicken Sie nun auf die rechte Maustaste und wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag “Wartungsplan-Assistenten”.

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Klicken Sie in der Willkommensseite des Assistenten auf “Weiter”.

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Geben Sie nun einen eindeutigen Namen für Ihre Sicherung ein. Da wir nun die ProjektServer Reporting Datenbank sichern wollen, wähle ich den Namen “ProjectServerReportingDBBackup”. Klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

Achtung: Sollten Sie das Script nach einem Zeitplan durchführen lassen wollen, so können Sie diese Einstellung unter “Zeitplan” durchführen.

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Treffen Sie nun die Auswahl, welche Funktion für den Wartungsplan gelten soll. In meinem Beispiel möchte ich nur den Transaktionlog der ProjectServer_Reporting Datenbank sichern. Aus diesem Grund wähle ich nur die Option “Datenbank sichern (Transaktionsprotokolle)”. Sie können natürlich auch die Option “Datenbank sichern (vollständig) selektieren.

Achtung: AlwayOn unterstützt kein differenzielles Backup

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Klicken Sie als nächstes auf “Weiter”.

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Klicken Sie nun auf das Pulldown-Feld unter der Rubrik “Datenbank(en)”. Wählen Sie nun die Datenbank aus, für die Ihr Backup erstellt werden soll. In meinem Beispiel nur die ProjectServer_Reporting Datenbank. Klicken Sie anschließend auf “OK”.

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Sollten Sie Ihr Backup nicht im Standardverzeichnis des SQL Server 2012 hinzufügen wollen, so können Sie unter der Rubrik “” den Pfad wählen. Tragen Sie hier Ihren Backup Pfad ein. In meinem Beispiel ist der Order auf meinem Laufwerk c:\. Klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

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Sollten Sie über das BackUp einen Bericht wünschen, so können Sie nun das Verzeichnis wählen, indem die Datei abgelegt werden soll. Klicken Sie anlschießend auf “Weiter”.

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Beenden Sie nun den Assistenten, indem Sie auf “Fertig stellen” klicken.

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Nachdem der Assistent das BackUp angelegt hat, können die Maske schließen.

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Nun wollen wir und das Script einmal in einer TSQL-Syntax anschauen. Öffnen Sie hierzu den gerade angelegten Backup-Plan unter “Wartungspläne”. Führen Sie einen Doppelklick auf den Plan aus.

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Führen Sie nun einen Doppelklick auf den Wartungsplan aus.

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Wählen Sie im unteren Bereich die Option “TSQL-Anzeigen”

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Markieren Sie den Text. Gehen Sie mit der Maus auf den markierten Text, wählen Sie die rechte Maustaste und wählen Sie “Kopieren”. Klicken Sie danach auf “Schließen”.

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Öffnen Sie nun eine SQL CMD-Modus Abfrage, wie in der Abbildung gezeigt.

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Gehen Sie mit der Maus in den Abfrage-Editor und klicken Sie auf die rechte Maustaste, wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag “Einfügen”.  Ihre Ansicht müsste nun wie folgt aussehen:

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Durch diese neue Funktion sucht nun der SQL Server 2012 automatisch den präferierten Secondary-Master heraus.

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Aktivieren Sie nun die Priorisierung für das Backups.

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Wählen Sie nun auf der rechten Seite die Option “Sicherungseinstellungen” aus.

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In dem Bereich Sicherungsprioritäten können Sie nun Einstellungen für die Backups einstellen. In meinem Beispiel hat der Server BL-SQL2012-03 die höchste Priorität erhalten. Den anderen Secondarys weise ich eine Priorität von 80 und 50 zu.

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Nun testen wir, was genau passiert. Fügen Sie, wie in der Grafik gezeigt, einen Connect-Befehls Parameter hinzu und geben Sie danach den Server ein, der die höchste Priorität besitzt. In meinem Beispiel ist das der Server BL-SQL2012-03. Klicken Sie danach auf ausführen.

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Wie Sie im unteren Bereich sehen können, wird das Backup erstellt.

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Gehen Sie danach wieder in den oberen Bereich und ändern Sie den Server auf den ersten Secondary Server. In meinem Beispiel ist das der Server BL-SQL2012-02. Klicken Sie danach auf “Ausführen”.

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Wie Sie sehen können, wird die Verbindung zwar hergestellt, es wird aber kein Backup erstellt.

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Versuchen Sie nun die gleiche Prozedur mit dem letzten Secondary Server.

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Wie Sie sehen wird das Backup genau wie bei Server BL-SQL2012-02 ebenfalls nicht erstellt.

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Auf diese Art und Weise können Sie somit Ihre Primary-Konten entlasten.

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Über T.Blankertz

Torben Blankertz lebt mit seiner Familie in Erkelenz im Kreis Heinsberg am linken Niederrhein. Hauptberuflich ist er bei der Firma Bechtle IT-Systemhaus Köln im Microsoft Competence Team als IT-Consultant im Enterprise-Segment tätig.Während seiner Ausbildung an der Akademie für Information- und Telekommunikationstechnik zu Essen entwickelte er seinen Schwerpunkt im IT-Controlling: Ermittlung von Projektfortschritten und dessen Wirtschaftlichkeit mit der Ertragswertanalyse (Earned Value). Während der Ausbildung war er als technischer Projektleiter bei einem Dienstleistungsunternehmen in der Umweltbranche tätig. Dort konnte er seine technische Expertise in den Technologien Linux, Microsoft und Citrix ausbauen und vertiefen. Nach der Ausbildung wechselte er in den Raum Köln, wo er als Projektmanager und Berater für Projektmanagement in den Bereichen ITC-Migrations- und ITC-Integrationsprojekte sowie Rollouts mit dem Schwerpunkt Microsoft Technologien eingesetzt wurde. Für die Abwicklung der Projekte war er federführend verantwortlich und richtete dabei seinen Fokus auf die Projktmanagementmethode PRINCE2. Seit 2006 richtet er sein Interesse auf die Umsetzung der Projektmanagementmethoden PRINCE2 und deren Umsetzung mit den entsprechenden Projektmanagementtechnologien aus. Bedingt durch diesen Fokus, ist er auch als Technologieberater für die Produkte: SharePoint und Project Server und deren benötigten Infrastruktur tätig. Seit 2008 doziert er an der Akademie für Informations- und Telekommunikationstechnik zu Essen in den Fächern IT-Controlling, IT-Qualitätsmanagement und IT-Risikomanagement sowie Microsoft Project.
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