Teil VI – Bereitstellung von Project Server Datenbanken in einer SQL Server 2012 Failovercluster (Windows Cluster)

In meinen letzten zwei Teilen meiner Reihe zum Thema “Sichere Bereitstellung von Project Server Datenbanken” in einem SQL-Server. Möchte ich Ihnen nun die letzte Möglichkeit  zeigen.  Hierzu werden wir im ersten Teil auf dem Windows Server 2008 R2 mit dem iSCSI Ziel und iSCSI Target ein Failovercluster konfigurieren, worauf dann im zweiten Teil ein SQL Sever Cluster auf Basis SQL Server 2012 bereitgestellt wird. Danach werde ich Ihnen zeigen wie Sie das Cluster über den Project Server 2010 ansprechen können. Hierbei wird die Sicherheit durch einen A-symmetrisches Cluster sichergestellt. Die Umgebung sieht in meinem Lab wie folgt aus:

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Achtung: Sollten Sie versuchen das Beispiel nachzustellen, so achten Sie bitte darauf, dass die Bereitstellung des iSCSI Ziel geändert werden muss. Sie müssen unter den iSCSI Initiatoren jeweils beide SQL Server eintragen. Danach müssten die Einstellungen wie folgt aussehen.

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Bitte bestätigen Sie die nachfolgende Abfrage mit “Ja”.

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Konfiguration eines Failover-Cluster

Als Erstes werden wir nun das Failover Cluster einrichten. Beachten Sie bitte, dass auf beiden Servern zwei Netzwerkkarten eingerichtet sind. Ebenfalls habe ich auf dem iSCSI Ziel folgende Laufwerke konfiguriert.

  Laufwerksgröße Bezeichnung:
image 2 GB Cluster-Quorum
image 5 GB SQL-Datenbanken
image 2 GB Distributed Transaction Coordinator (DTC)
image 2 GB Temp-Datenbank

Achtung: In einem Produktivbetrieb empfiehlt es sich für das Backup Laufwerk ebenfalls eine VHD anzulegen!

Binden Sie nun die VHD über den iSCSI Initiator auf dem BL-SQL2012 und dem BL-SQL2012-02 ein. Öffnen Sie hierzu den iSCSI Target. Geben Sie im Feld “Ziel” Ihren Storage Server ein. Klicken Sie anschließend auf “Schnell verbinden”.

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Nachdem Ihre iSCSI Ziel gefunden wurde, klicken Sie auf “Fertig”.

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Wechseln Sie nun auf die Registerkarte “Volumes und Geräte”. Klicken Sie auf “Autom. konfigurieren”. Klicken Sie danach im unteren Bereich auf “OK”. Führen Sie diesen Schritt nun auch auf dem zweiten Server  (BL-SQL2012-02) durch.

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Wechseln Sie nun wieder auf den 1 Knoten (BL-SQL2012-01). Öffnen Sie die Computerverwaltung und gehen Sie dort auf die Datenträgerverwaltung. Gehen Sie nun mit der Maus auf die eingebundenen Laufwerke und klicken Sie die rechte Maustaste. Wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag “Online”.

Achtung: Führen Sie diesen Schritt nur auf den ersten Knoten (BL-SQL2012-01) durch.

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Nachdem Sie alle Datenträger aktiviert haben, gehen Sie wieder mit der rechten Maustaste auf den Datenträger und wählen Sie nun die Option “Datenträgerinitialisierung”.

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Klicken Sie in der Maske “Datenträgerinitialisierung” auf “OK”.

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Gehen Sie nun mit der rechten Maustaste auf das erste Laufwerk und klicken Sie die rechte Maustatse. Wählen Sie nun die Option “Neues einfaches Volumen”.

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Folgen Sie nun den Assistenten, indem Sie auf “Ok” klicken.

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Belassen Sie die Standardeinstellungen und klicken Sie auf “Weiter”.

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Da ich zu einem späteren Zeitpunkt die Laufwerksbuchstaben über den Clustermanager vergeben möchte, wähle ich hier die Option “Keinen Laufwerksbuchstaben oder –pfad zuweisen”. Klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

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Vergeben Sie nun dem Laufwerk einen eindeutigen Namen und klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

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Klicken Sie anschließend auf “Fertig stellen”. Führen Sie die Schritte mit allen Festplatten in Ihrem System aus.

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Nachdem Sie nun die Schritte auf allen Medien durchgeführt haben, müsste die Datenträgerverwaltung wie folgt aussehen.

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Öffnen Sie nun den Failover-Clustermanager. Gehen Sie mit der rechten Maustaste auf den den obersten Knoten. Wählen Sie den Eintrag “Cluster Erstellen”. 

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Klicken Sie hier auf “Weiter”.

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Geben Sie in der gelb markierten Suchzeile alle Windows Server ein, die dem Cluster angehören sollen. In meinem Beispiel sind das die Server BL-SQL2012-01 und 02. Klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

 

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Wählen Sie nun aus, ob Sie den Konfigurationsassistenten starten wollen. Klicken Sie auf “Weiter”.

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Als nächstes erscheint eine sehr wichtige Information. Microsoft unterstützt nur Clusterlösungen, wenn dieser Test ohne Fehler ausgeführt wird. Klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

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Wählen Sie nun aus, ob Sie den Clustertest komplett durchführen wohlen – oder aber nur sektenziel. In meinem Beispiel möchte ich das Cluster komplett überprüfen. Klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

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Überprüfen Sie noch einmal Ihre Einstellungen und klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

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Achtung: Dir Überprüfung des Clusters kann je nach Umfang, Konten und Größe einige Zeit in Anspruch nehmen!

Sie sollten nun die folgende Zusammenfassung erhalten. Sollten bei Ihnen Warnungen erscheinen, können Sie eventuell eine Installation in einer Test-Umgebung durchführen. Warnungen müssen Sie allerdings beheben. Bitte denken Sie an die von Microsoft vorgeschriebenen Supportrichtlinien. Sollten Sie einen ausführlichen Bericht wünschen, so können Sie auf den Button “Bericht anzeigen”. Klicken Sie nun auf “Fertig stellen”.

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Vergeben Sie nun einen Clusternamen und eine IP-Adresse, die für die Clusterressource genutzt werden soll. Es handelt sich hierbei nicht um das SQL-Cluster, welches wir zu einem späteren Zeitpunkt einrichten werden. Klicken Sie dann auf “Weiter”.

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Überprüfen Sie nun noch einmal Ihre Einstellungen und klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

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Nun wird das Cluster bereitgestellt.

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Nachdem die Bereitstellung abgeschlossen wurde, wird Ihnen dies mit der folgenden Information angezeigt. Klicken Sie nun auf “Fertig stellen”.

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Als nächstes werden wir den Laufwerken, Laufwerksbuchstaben zuteilen. Öffnen Sie aus diesem Grund den Knoten Speicher. Extrahieren Sie den Knoten “Clusterdatenträger 1”. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Datenträger und  wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag “Laufwerksbuchstaben ändern”.

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Vergeben Sie nun einen “Laufwerkbuchstaben”. Da das erste Laufwerk das Quorum-Laufwerk ist, vergebe ich den Buchstaben “Q”.

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Gehen Sie nun wieder mit der Maustaste auf das Medium. Klicken Sie wieder die rechte Maustaste und wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag “Eigenschaften”. Vergeben Sie nun dem Device einen eindeutigen Namen. Da es sich hierbei um das Quorum-Laufwerk handelt, vergebe ich den Namen “Quorum”. Klicken Sie danach auf “OK”. Führen Sie diesen Schritte auf allen Laufwerken durch.

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Danach sollte die Konfiguration wie folgt aussehen.

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Als letzten und abschließenden Schritt werden wir nun den Distributed Transaction Coordinator (DTC) konfigurieren. Dieser Schritt ist zwar optional, wird aber von Microsoft empfohlen. Gehen Sie hierzu auf “Dienste und Anwendungen” und wählen Sie auf der rechten Seite den Link “Dienst oder Anwendung konfigurieren”.

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Bestätigen Sie die darauf folgende Abfrage, indem Sie auf “Weiter” klicken.

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Wählen Sie nun den Dienst “Distributed Transaction Coordinator (DTC)”. Klicken Sie danach auf “Weiter”.

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Nun vergeben Sei eine IP-Adresse für den Clientzugriffspunkt. Den vorgeschlagenen Namen können Sie belassen. Klicken Sie anschließen auf “Weiter”.

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Wählen Sie nun das Medium aus, was zusammen mit dem Dienst genutzt werden soll. In meinem Beispiel das Laufwerk DTC. Klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

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Überprüfen Sie noch einmal Ihre Einstellungen und klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

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Nachdem der Dienst bereitgestellt wurde, wird Ihnen das wie folgt angezeigt. Klicken Sie anschließend auf “Fertig stellen”.

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Somit haben wir das Cluster für ein SQL-Cluster vorbereitet. In meinem nächsten Beitrag werden wir nun den SQL-Cluster aufbauen.

Über T.Blankertz

Torben Blankertz lebt mit seiner Familie in Erkelenz im Kreis Heinsberg am linken Niederrhein. Hauptberuflich ist er bei der Firma Bechtle IT-Systemhaus Köln im Microsoft Competence Team als IT-Consultant im Enterprise-Segment tätig.Während seiner Ausbildung an der Akademie für Information- und Telekommunikationstechnik zu Essen entwickelte er seinen Schwerpunkt im IT-Controlling: Ermittlung von Projektfortschritten und dessen Wirtschaftlichkeit mit der Ertragswertanalyse (Earned Value). Während der Ausbildung war er als technischer Projektleiter bei einem Dienstleistungsunternehmen in der Umweltbranche tätig. Dort konnte er seine technische Expertise in den Technologien Linux, Microsoft und Citrix ausbauen und vertiefen. Nach der Ausbildung wechselte er in den Raum Köln, wo er als Projektmanager und Berater für Projektmanagement in den Bereichen ITC-Migrations- und ITC-Integrationsprojekte sowie Rollouts mit dem Schwerpunkt Microsoft Technologien eingesetzt wurde. Für die Abwicklung der Projekte war er federführend verantwortlich und richtete dabei seinen Fokus auf die Projktmanagementmethode PRINCE2. Seit 2006 richtet er sein Interesse auf die Umsetzung der Projektmanagementmethoden PRINCE2 und deren Umsetzung mit den entsprechenden Projektmanagementtechnologien aus. Bedingt durch diesen Fokus, ist er auch als Technologieberater für die Produkte: SharePoint und Project Server und deren benötigten Infrastruktur tätig. Seit 2008 doziert er an der Akademie für Informations- und Telekommunikationstechnik zu Essen in den Fächern IT-Controlling, IT-Qualitätsmanagement und IT-Risikomanagement sowie Microsoft Project.
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