Einrichten eines iSCSI Targets unter Windows Server 2012/R2

Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel geschrieben, wie Sie iSCSI Traget unter Windows Server 2008 R2 einrichten können (Link), um in Ihrem Testlabor eine Storage-Technologie zu simulieren. Ich wollte nun ein Cluster in meinem Lab unter Windows Server 2012 R2 bereitstellen und musste feststellen, dass die Clusterüberprüfung mit einer Warnung abgebrochen wurde. Schuld war die fehlende Überprüfung der Permanente SCSI-3-Reservierung. Grund für mich, mein in die Jahre gekommenen Storage Server (Windows Server 2008 R2) abzulösen.  Im Gegensatz zu Windows Server 2008 R2 brauchen Sie den iSCSI Target bzw. den iSCSI Initiator nicht mehr separat herunterzuladen. Diese sind nun fester Bestandteil von Windows Server 2012 bzw. Windows Server 2012 R2. In diesem Blogbeitrag möchte ich Ihnen nun zeigen, wie sie iSCSI Target unter Windows Server 2012 und Windows Server 2012 R2 einrichten.  Hierzu brauchen Sie folgende Infrastruktur:

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Installation von iSCSI-Target und iSCSI-Intitiator unter Windows Server 2012

Installieren Sie als erstes einen Windows Server 2012 bzw. Windows Server 2012 R2. In meinem Lab habe ich dem Server zwei NIC’s gegeben. Mit der Einen kommuniziert er in das Domänennetzwerk (Rot), die Andere stellt die Kommunikation mit dem  Storeagenetzwerk (Grün) sicher. Achten Sie darauf, dass der Server Mitglied Ihrer Domäne ist. Melden Sie sich dann an Ihrem Storage Server an. Öffnen Sie das “Server Manager Dashboard” auf dem Server, so mal noch nicht vom System geöffnet. Klicken Sie nun auf “Verwalten” und wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag “Rollen und Features hinzufügen”.

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Lesen Sie die Vorbemerkungen bei Bedarf durch. Klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

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Bestätigen Sie die Auswahl des Servers und klicken Sie auf “Weiter”.

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Als nächstes wählen Sie unter Serverrollen die Option “Datei-/Serverdienste (1 von 12 installiert”. Extrahieren Sie den Baum “Datei- und iSCSI-Dienste” und wählen Sie hier die zwei Optionen iSCSI-Zielserver und iSCSI-Zielspeicheranbieter (VDS- und VSS-Hardware). Klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

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Sollte das .Net Framefork 3.5 noch nicht installiert sein, so wählen Sie dies bitte ebenfalls aus. Dies wird von zahlreichen Anwendungen benötigt. Klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

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Für die Bereitstellung von .Net Framefork 3.5 benötigen Sie die Source Dateien. Entweder haben Sie diese in Ihrem Netzwerk bereitgestellt, oder Sie benötigen den Source-Datenträger bzw. das Installations Image vom Server 2012/R2. Stellen Sie sicher, dass die Source-Dateien im Zugriff stehen. Klicken Sie dann auf den Link “Alternativen Quellpfad angeben”.

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Geben Sie nun den Pfad zu den Source-Dateien an. In meinem Beispiel habe ich die Source-Dateien in meinem Netzwerk zur Verfügung gestellt. Klicken Sie anschließend auf “OK”.

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Schließen Sie nun die Installation ab, indem Sie auf “Installieren” klicken.

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Die erfolgreiche Bereitstellung wird Ihnen wie folgt angezeigt.

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Konfiguration von iSCSI Target

Nachdem wir nun die Rollen auf dem Server bereitgestllt haben, werden wir nun die Konfiguration vornehmen. Klicken Sie nun innerhalb des Server Management Dashboard auf der rechen Seite auf den Button “Datei und Speicherdienste”.

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Als erstes werden wir nun ein Laufwerk als “vhd” anlegen, wobei unter Windows Server 2012 die Laufwerke als “xvhd” Datei angelegt werden. Klicken Sie hierzu auf den Link, um den Assistenten zu starten.

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Wählen Sie nun das Laufwerk aus, auf dem Sie Ihre Laufwerke erstellen wollen. In meinem Beispiel ist das Laufwerk S:\. Klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

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Geben Sie nun einen Namen für den Datenträger ein. In meinem Beispiel erstelle ich die HDD für das Quorum. Geben Sie bei Bedarf noch eine Beschreibung ein. Im unteren Bereich wird Ihnen noch einmal der relative Pfad angezeigt, indem das Laufwerk bereitgestellt wird.

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Geben Sie nun die gewünschte Größe des Laufwerks ein. In meinem Beispiel sind es 2 GB. Wählen Sie ebenfalls die gewünschte Bereitstellungsart aus, da ich die Bereitstellung des Laufwerks zu einem späteren Zeitpunkt in einem Microsoft Cluster benutzen möchte, wähle ich feste Größe aus und belasse die Standard Einstellungen. Klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

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Da wir noch kein iSCSI Ziel (Target) erstellt haben, belassen Sie die Einstellung und klicken Sie auf “Weiter”.

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Geben Sie nun einen Namen für Ihr iSCSI Ziel ein. Tragen Sie bei Bedarf noch eine Beschreibung ein und klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

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Als nächstes Tragen Sie die Zugriffsserver ein, die an dem Ziel berechtigt werden. Klicken Sie hierzu auf “Hinzufügen”.

Achtung: Da es sich bei meiner Konfiguration zu einem späteren Zeitpunkt, um ein Shared-Volume handelt, trage ich hier beide Server ein. Diese Einstellung sollten Sie nur wählen, wenn Sie ein Clusterservice nutzen.

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Ich erlaube den Zugriff in meinem Beispiel über die IP-Adresse der jeweiligen Server. Sollten Ihr Storage Server Zugriff auf einen DNS Server besitzen, können Sie hier auch mit dem IQN bzw. DNS-Namen arbeiten.  Wählen Sie nun unter Typ die Option “IP-Adresse” und geben Sie die IP-Adresse unter ”Wert” ein.

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Fügen Sie bei Bedarf die IP-Adresse des zweiten Servers hinzu und klicken Sie dann auf “OK”. Überprüfen Sie nun in der Übersicht noch einmal Ihre Einstellungen und klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

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Belassen Sie unter “Authentifizierung aktivieren” die Standardeinstellungen und klicken Sie auf “Weiter”.

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Überprüfen Sie noch einmal Ihre Einstellung und klicken Sie dann auf “Erstellen”.

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Die erfolgreiche Bereitstellung wird Ihnen wie folgt angezeigt.

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Sollten Sie weitere Laufwerke bereitstellen wollen, können Sie dies über die Option “Aufgabe” in der rechten oberen Ecke. Klicken Sie hierzu auf “Aufgaben” und wählen Sie im Kontextmenü die Option “Neuer virtueller iSCSI-Datenträger..”. Stellen Sie auf gleiche Weise, wie oben beschrieben, die gewünschten Datenträger zur Verfügung. 

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Einbinden der Laufwerke auf einem Server 2012/R2

Als nächstes werden wir nun die bereitgestellten Laufwerke auf unseren Cluster-Knoten bereitstellen. Gehen Sie hierzu auf die Metro-Oberfläche und tippen Sie einfach “iSCSI”. Die Suche wird automatisch geöffnet. Wählen Sie nun “iSCSI-Initiator” aus.

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Geben Sie nun unter der Registerkarte “Ziele” in dem Eingabefeld “Ziel” die IP-Adresse des Storage Server ein und klicken Sie anschließend auf “Schnell verbinden”.

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Nun wird automatisch das iSCSI Ziel gefunden und eingebunden. Klicken Sie im unteren Bereich auf “Fertig”.

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Klicken Sie nun auf die Registerkarte “Volumes und Geräte”. Klicken Sie im unteren Bereich auf “Auto. konfigurieren”. Wie in der Abbildung dargestellt, werden die Laufwerke automatisch eingebunden. Klicken Sie anschließend auf “OK”.

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Fügen Sie nun auf dem zweiten Cluster-Knoten, auf gleiche Weise die Volumes hinzu. Öffnen Sie auf dem ersten Knoten die Datenträgerverwaltung, setzen Sie die Datenträger online, initialisieren Sie die Datenträger und formatieren Sie diese. Wählen Sie hierbei die gewünschten Laufwerksbuchstaben. führen Sie nun die Cluster-Überprüfung durch. Wie sie sehen, wird dies ohne Warnungen durchgeführt! 

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Über T.Blankertz

Torben Blankertz lebt mit seiner Familie in Erkelenz im Kreis Heinsberg am linken Niederrhein. Hauptberuflich ist er bei der Firma Bechtle IT-Systemhaus Köln im Microsoft Competence Team als IT-Consultant im Enterprise-Segment tätig.Während seiner Ausbildung an der Akademie für Information- und Telekommunikationstechnik zu Essen entwickelte er seinen Schwerpunkt im IT-Controlling: Ermittlung von Projektfortschritten und dessen Wirtschaftlichkeit mit der Ertragswertanalyse (Earned Value). Während der Ausbildung war er als technischer Projektleiter bei einem Dienstleistungsunternehmen in der Umweltbranche tätig. Dort konnte er seine technische Expertise in den Technologien Linux, Microsoft und Citrix ausbauen und vertiefen. Nach der Ausbildung wechselte er in den Raum Köln, wo er als Projektmanager und Berater für Projektmanagement in den Bereichen ITC-Migrations- und ITC-Integrationsprojekte sowie Rollouts mit dem Schwerpunkt Microsoft Technologien eingesetzt wurde. Für die Abwicklung der Projekte war er federführend verantwortlich und richtete dabei seinen Fokus auf die Projktmanagementmethode PRINCE2. Seit 2006 richtet er sein Interesse auf die Umsetzung der Projektmanagementmethoden PRINCE2 und deren Umsetzung mit den entsprechenden Projektmanagementtechnologien aus. Bedingt durch diesen Fokus, ist er auch als Technologieberater für die Produkte: SharePoint und Project Server und deren benötigten Infrastruktur tätig. Seit 2008 doziert er an der Akademie für Informations- und Telekommunikationstechnik zu Essen in den Fächern IT-Controlling, IT-Qualitätsmanagement und IT-Risikomanagement sowie Microsoft Project.
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