Teil 1 – Installation eines HyperV Proxy für die externe Kommunikation

Sicherlich kennen Sie das Problem, Sie wollen eine Testumgebung auf ihrem Notebook über die HyperV Technologie bereitstellen und möchten dann aus Ihrer “Lokalen-Netz” ins Internet. Dies bereitet Ihnen dann allerdings ein Problem, denn eine lokale Netzwerkschnittstelle, kann nicht in ein Public-Netzwerkschnittstelle routen.  Solange Sie sich in ihrem Heimnetzwerk befinden, können Sie einfach die Schnittstelle ändern und IP-Adressen frei vergeben. Wenn Sie sich allerdings in einem Unternehmensnetzwerk befinden, können Sie nicht mal eben auf einen ganzen Pool von IP-Adressen zurückgreifen. In diesem Blog Beitrag möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie einen Linux SuSE WebProxy nutzen können, um einfach über den HyperV Server ins Internet zu kommen. Warum gerade mit einem Linux-Server? Ich habe es geschafft, den ganzen Server mit 256MB Ram bereitzustellen – was mir mehr Arbeitsspeicher für meine Test-Umgebung gibt.

Um diesen Blog auszuprobieren, gehe ich davon aus, dass Sie eine funktionierende HyperV Umgebung benutzen. Mindestens 2 Netzwerkkarten (Intern/Extern) konfiguriert haben und das ISO von SuSU Linux 13.1 hier heruntergeladen haben.

Fangen wir nun an und legen einen neuen virtuellem Computer an. Öffnen Sie hierzu den Hyper-V-Manager auf Ihrem Notebook oder Computer. Markieren Sie ihren HyperV-Server, klicken Sie auf die rechte Maustaste. Gehen Sie im Kontextmenü die Option “Neu” und wählen Sie dann “Virtueller Computer” aus.

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Vergeben Sie dann einen Namen für Ihren Server. In meinem Beispiel nenne ich den Server “BL-TUX-01”. Sollten Sie den Computer in Standardverzeichnis speichern wollen, so klicken Sie nun auf “Weiter”. Andernfalls passen Sie die Einstellungen an Ihrer Umgebung an und klicken Sie dann auf “Weiter”.

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Geben Sie nun an, mit welcher Generation Sie den Server bereitstellen wollen. In meinem Beispiel wähle ich eine “Generation 1” und klicken Sie dann auf “Weiter”.

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Geben Sie nun den gewünschten Speicherbedarf ein. In meinem Beispiel nehme ich 512 MB. Da ich in meinem Beipiel eine SuSE Distribution auswähle, können Sie auch den dynamischen RAM nehmen.

Achtung: Sollten Sie hier zum Beispiel 265 MB wählen, kann es sein, dass die Setup nicht ordnungsgemäß startet – oder sehr lange dauert bis diese gestartet wird. Sie können die RAM Größe nach der Installation anpassen.

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Wie oben beschrieben, benötigen wir zwei Netzwerkschnittstellten. Die “Öffentliche-Netzwerkschnittstelle” soll über den DHCP Server eine IP-Adresse erhalten. Die internen Schnittstelle werden wir eine eigene IP-Adresse vergeben. Als erste Schnittstelle wähle ich meine WLAN-Schnittstelle aus, welche meine Verbindung zu meiner WLAN-Karte darstellt. Klicken Sie anschließend auf “Weiter”.

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Geben Sie nun die Größe der Festplatte ein. 10 GB sind schon sehr großzügig kalkuliert. Wenn Sie allerdings noch weitere Dienste bereitstellen wollen, haben Sie erst einmal genug Platz Smiley.

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Wählen Sie nun die Option “Betriebssystem von einer startbaren CD/DVD-ROM installieren” und wählen Sie dann die Option “Abbilddatei (ISO)” aus. Klicken Sie dann auf “Durchsuchen” und wählen Sie dann das SuSE-Image aus. Klicken Sie dann auf “Weiter”.

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Kontrollieren Sie noch einmal Ihre Einstellungen, klicken Sie dann auf “Fertig stellen”.

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Wir müssen nun noch die zweite Netzwerkkarte hinzufügen. Markieren Sie die zuvor angelegte Maschine und klicken Sie dann auf die rechte Maustaste. Wählen Sie im Kontextmenü die Option “Einstellungen”.

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Gehen Sie nun auf “Hardware hinzufügen” und wählen Sie dann die Option “Netzwerkkarte”. Klicken Sie anschließend auf “Hinzufügen”.

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Klicken Sie nun auf die Netzwerkkarte und ändern Sie die Einstellung des “Virtuellen Switches” auf “Intern”.

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Klicken Sie als nächstes auf die Option “Arbeitsspeicher”. Passen Sie nun die Werte an Ihren Anforderungen an. In meiner Demo-Umgebung gebe ich dem Server einen MAX-Ram von 1024 MB und setzte ihn später wieder zurück. Klicken Sie anschließend auf “Anwenden”.

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In meinem nächsten Teil, werden wird den Linux-Server aufsetzen.

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Über T.Blankertz

Torben Blankertz lebt mit seiner Familie in Erkelenz im Kreis Heinsberg am linken Niederrhein. Hauptberuflich ist er bei der Firma Bechtle IT-Systemhaus Köln im Microsoft Competence Team als IT-Consultant im Enterprise-Segment tätig.Während seiner Ausbildung an der Akademie für Information- und Telekommunikationstechnik zu Essen entwickelte er seinen Schwerpunkt im IT-Controlling: Ermittlung von Projektfortschritten und dessen Wirtschaftlichkeit mit der Ertragswertanalyse (Earned Value). Während der Ausbildung war er als technischer Projektleiter bei einem Dienstleistungsunternehmen in der Umweltbranche tätig. Dort konnte er seine technische Expertise in den Technologien Linux, Microsoft und Citrix ausbauen und vertiefen. Nach der Ausbildung wechselte er in den Raum Köln, wo er als Projektmanager und Berater für Projektmanagement in den Bereichen ITC-Migrations- und ITC-Integrationsprojekte sowie Rollouts mit dem Schwerpunkt Microsoft Technologien eingesetzt wurde. Für die Abwicklung der Projekte war er federführend verantwortlich und richtete dabei seinen Fokus auf die Projktmanagementmethode PRINCE2. Seit 2006 richtet er sein Interesse auf die Umsetzung der Projektmanagementmethoden PRINCE2 und deren Umsetzung mit den entsprechenden Projektmanagementtechnologien aus. Bedingt durch diesen Fokus, ist er auch als Technologieberater für die Produkte: SharePoint und Project Server und deren benötigten Infrastruktur tätig. Seit 2008 doziert er an der Akademie für Informations- und Telekommunikationstechnik zu Essen in den Fächern IT-Controlling, IT-Qualitätsmanagement und IT-Risikomanagement sowie Microsoft Project.
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