Project 2013 Vorgangsarten “Feste Einheit”

In meinen letzten Blogbeitrag zum Thema Vorgangsarten möchte ich Ihnen nun die Option “Feste Einheit” erläutern. Die vorherigen Artikeln zum Thema “Feste Arbeit” und “Feste Dauer” können Sie erreichen, indem Sie auf den jeweiligen Link klicken. Als erstes können wir festhalten, dass die Vorgangsart “Feste Einheit” grundsätzlich die Standard Vorgangsart in Microsoft Project 2013 und vorherige Versionen ist. Welche Vorgangsart als Standard genutzt wird, können Sie über die Optionen in Microsoft Project einstellen.

Ändern des Standardvorgangsmodus

Um den Standardvorgangsmodus zu ändern oder einzusehen, gehen Sie wie folgt vor. Öffnen Sie Microsoft Project 2013. Klicken Sie auf Datei und klicken Sie im unteren Bereich auf die Option “Optionen”.

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Klicken Sie nun innerhalb der Project-Optionen auf der linken Seite die Option “Terminplanung”. Wie Sie nun sehen, steht unter “Standardvorgangsart” die “Feste Einheit”. Hier haben Sie nun die Möglichkeit, die Vorgansgart nur für dieses Projekt oder für alle weiteren Projekte zu ändern. Klicken Sie hierzu auf die Rubrikoptionen “Planungsoptionen für dieses Projekt” und ändern Sie hier die Einstellung. Wie vermuten lässt, steht die Option “Alle neuen Projekte” dafür, dass die geänderten Einstellungen für alle weiteren Projekte gilt und die Option “Projekt1” nur für dieses Projekt gilt.

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Nachdem wir Sie nun wissen, wie Sie die Standardeinstellungen ändern können, wollen wir uns nun um die Option feste Einheit kümmern.

Feste Einheit ohne Leistungssteuerung

Bei der festen Einheit werden als Konstante die Mitarbeiter bzw. Sachmittel gesehen. Unabhängig davon, ob sich der Umfang die Arbeit oder der Dauer ändert. Ein gutes Beispiel dafür ist die Verlegung von Bodenfliesen. Gehen wir davon aus, Sie haben Bob den Baumeister damit beauftragt in Ihrem Badezimmer neue Bodenfliesen zu verlegen. Er wird dabei von Wendy unterstützt. Also werden der Aufgabe 2 Ressourcen zugeteilt. Des weiteren gehen wir davon aus, dass die Arbeit mit 2 Ressourcen 2 Tage dauert.  Hier gilt die Formel:

Arbeit = Dauer * Einheiten * Zeit

Bedeutet, Bob und Wendy werden für die Arbeit 2 Tage mit 8 Stunden zugewiesen. Daraus ergibt sich eine Auslastung von 16h und eine Gesamtauslastung von 32h.

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Nun wollen Sie gleichzeitig die Diele noch fliesen lassen. Dadurch wird der Arbeitsaufwand um 2 Tage erhöht. Daraus ergibt sich eine Arbeitsleitung von 4 Arbeitstagen á 32h pro Ressource und einen gesamten Aufwand von 64h.

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Jetzt wird der aufmerksame Leser sicher feststellen, dass  das Verhalten der Arbeitspakete genau das Gleiche ist, wie bei der Option Fester Dauer.  Interessanter wird das Ganze erst unter Verwendung der Leitungssteuerung.

Feste Einheit mit Leistungsteuerung

Wenn zu Bob und Wendy nun eine weitere Ressource unter Verwendung der Vorgangsart “Feste Einheit” zugeteilt wird, ändert diese Maßnahme nichts an der Vorgangsdauer. Auch hier werden Sie sicher festgestellt haben, dass das Verhalten identisch ist mit der festen Arbeit. Interessant wird das Ganze erst, wenn sich die Dauer erhöht, dann wird bei der “Festen Einheit” die Arbeit an die Dauer angeglichen, während bei der “Festen Arbeit” die Arbeit gleichbleibend ist. Schauen wir uns das Ganze mal in unserem Excel Sheet an.

Wir oben schon beschrieben, haben wir für unsere Fliesenarbeiten ein Arbeitspaket mit einer Vorgangsart “Feste Einheit” mit Leistungssteuerung ausgewählt. Nun wird die Arbeitsleistung um 2 Tage erhöht. Das bedeutet, dass die Arbeit von zuvor 4 Tagen auf 2 Tage gekürzt und die Arbeitsleistung von 32h auf 16h pro Ressource minimiert.

Achtung: Sollten Sie dieses Beispiel mit Project nachspielen, wird Ihnen nun unter Verwendung der “Festen Dauer” auffallen, dass sich die Arbeit anders verteilt. Dies liegt daran, das Project immer mit der ersten Ressource rechnet. Sollten Sie mehr zu diesem Verhalten erfahren wollen, so lesen Sie bitte hierzu meinen Blog-Beitrag zu diesem Thema.

image Diese Verhalten ist gleichzusetzen mit der festen Arbeit – richtig. Allerdings wird der Unterschied klar, wenn wir nun weiterhin die Dauer des Arbeitspaketes erhöhen. Dadurch wird unter Verwendung der “Festen Einheit” mit Leistungssteuerung die Arbeit gleichgehalten, während sich bei der “Festen Arbeit” im Gegensatz zur Dauer, gleichbleibt. Erhöhen wir nun die Dauer des Arbeitspaketes wieder auf 4 Arbeitstage. Wie Sie feststellen können wird die Arbeit gleichbleibend angepasst.

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Ich hoffe, dass ich Ihnen die Formen etwas einfacher erklären konnte. Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit Microsoft Project.

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Über T.Blankertz

Torben Blankertz lebt mit seiner Familie in Erkelenz im Kreis Heinsberg am linken Niederrhein. Hauptberuflich ist er bei der Firma Bechtle IT-Systemhaus Köln im Microsoft Competence Team als IT-Consultant im Enterprise-Segment tätig.Während seiner Ausbildung an der Akademie für Information- und Telekommunikationstechnik zu Essen entwickelte er seinen Schwerpunkt im IT-Controlling: Ermittlung von Projektfortschritten und dessen Wirtschaftlichkeit mit der Ertragswertanalyse (Earned Value). Während der Ausbildung war er als technischer Projektleiter bei einem Dienstleistungsunternehmen in der Umweltbranche tätig. Dort konnte er seine technische Expertise in den Technologien Linux, Microsoft und Citrix ausbauen und vertiefen. Nach der Ausbildung wechselte er in den Raum Köln, wo er als Projektmanager und Berater für Projektmanagement in den Bereichen ITC-Migrations- und ITC-Integrationsprojekte sowie Rollouts mit dem Schwerpunkt Microsoft Technologien eingesetzt wurde. Für die Abwicklung der Projekte war er federführend verantwortlich und richtete dabei seinen Fokus auf die Projktmanagementmethode PRINCE2. Seit 2006 richtet er sein Interesse auf die Umsetzung der Projektmanagementmethoden PRINCE2 und deren Umsetzung mit den entsprechenden Projektmanagementtechnologien aus. Bedingt durch diesen Fokus, ist er auch als Technologieberater für die Produkte: SharePoint und Project Server und deren benötigten Infrastruktur tätig. Seit 2008 doziert er an der Akademie für Informations- und Telekommunikationstechnik zu Essen in den Fächern IT-Controlling, IT-Qualitätsmanagement und IT-Risikomanagement sowie Microsoft Project.
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