Teil 1–Project Server 2013 Domänenmigration

Es kann schon mal vorkommen, dass ein Project Server 2013 nicht nur in einer neuen Version (z.B.: von 2013 auf 2016) migriert werden muss, sondern auch die Benutzer in eine neue Domäne migriert werden. Dies stellt bei der Verwendung von Project Server ein Problem dar. Denn sollte man die Benutzer nicht migrieren, würden bei einer Synchronisation die Benutzer doppelt in den Benutzereinstellungen erscheinen und alle Benutzer müssten innerhalb der Projekte neu zugeteilt werden. Was ziemlich viel Arbeit bedeuten würde. Denn jeder Benutzer innerhalb des Ressourcenpools wird mit der AD-UID in den Project Server synchronisiert. Bei einer Synchronisation des Ressourcenpools kontrolliert der Project Servers den SAM-Accountname mit der UID. Stimmt diese nicht überein, legt er den Benutzer als zweite Ressource überein. Jede Ressource wird dann innerhalb des Project Server mit einer eigenen Ressourcen-ID dem jeweiligen Arbeitspaket zugeteilt und jedes Arbeitspaket dann wiederum einem Projekt.

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Achtung: Bitte beachten Sie, dass diese Änderungen im Produktivsystemen zu Ausfällen bzw. zur Zerstörung des Systems führen kann. Jede Project Server Umgebung besitzt eine andere Konfiguration. Die von mir dargestellten Beispiele habe ich nach meinem besten Wissen und Gewissen beschrieben. Sollten Sie Hilfe benötigen, stehe ich Ihnen gerne für Fragen rund um das Thema Microsoft Project, Project Server und Project Online zur Verfügung. 

Um die Migration der Benutzer ordentlich durchzuführen, müssen folgende Punkte von Seiten des Project Server 2013 erfüllt werden:

  • Der Domänen-Trust muss funktionieren. Stellen Sie sicher, dass es keine Zugriffprobleme gibt.
  • Auf dem Project Server muss der Peoplepicker eingerichtet sein, dass es möglich ist, andere Domänen zu durchsuchen.
  • Erstellung eines weiteren Registry-Key für die Massenbearbeitung der Enterprise-Ressourcenpools über den Project-Client 2013.
  • Änderung der Ressourcendomäne der Benutzer innerhalb des Project Client.
  • Löschen der AD-SID in der SQL-Datenbank.
  • Hinzufügen der neuen ActiveDirectory Gruppen in den Project Server 2013 und anschließende Synchronisation des Pool. 

Zu den beschrieben Punkten, werde ich zwei weitere Blog-Artikel schreiben. Viel Spaß mit Microsoft Project.

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Über T.Blankertz

Torben Blankertz lebt mit seiner Familie in Erkelenz im Kreis Heinsberg am linken Niederrhein. Hauptberuflich ist er bei der Firma Bechtle IT-Systemhaus Köln im Microsoft Competence Team als IT-Consultant im Enterprise-Segment tätig.Während seiner Ausbildung an der Akademie für Information- und Telekommunikationstechnik zu Essen entwickelte er seinen Schwerpunkt im IT-Controlling: Ermittlung von Projektfortschritten und dessen Wirtschaftlichkeit mit der Ertragswertanalyse (Earned Value). Während der Ausbildung war er als technischer Projektleiter bei einem Dienstleistungsunternehmen in der Umweltbranche tätig. Dort konnte er seine technische Expertise in den Technologien Linux, Microsoft und Citrix ausbauen und vertiefen. Nach der Ausbildung wechselte er in den Raum Köln, wo er als Projektmanager und Berater für Projektmanagement in den Bereichen ITC-Migrations- und ITC-Integrationsprojekte sowie Rollouts mit dem Schwerpunkt Microsoft Technologien eingesetzt wurde. Für die Abwicklung der Projekte war er federführend verantwortlich und richtete dabei seinen Fokus auf die Projktmanagementmethode PRINCE2. Seit 2006 richtet er sein Interesse auf die Umsetzung der Projektmanagementmethoden PRINCE2 und deren Umsetzung mit den entsprechenden Projektmanagementtechnologien aus. Bedingt durch diesen Fokus, ist er auch als Technologieberater für die Produkte: SharePoint und Project Server und deren benötigten Infrastruktur tätig. Seit 2008 doziert er an der Akademie für Informations- und Telekommunikationstechnik zu Essen in den Fächern IT-Controlling, IT-Qualitätsmanagement und IT-Risikomanagement sowie Microsoft Project.
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