Installation SSRS 2016 mit PowerBI

In meinem letzten Blog-Artikel habe ich Ihnen gezeigt, wie Sie die Projektdaten aus Project Online in eine Datenbank mit den SQL Server Integration Services (SSIS) importieren können. Damit Sie einen Bericht erstellen können, benötigen Sie einen SQL Reporting Server (SSRS). Dieser Dienst kann als Add-In innerhalb einer SharePoint Server 2016 Farm bereitgestellt werden oder aber Sie können die Reporting Server 2016 als Nativdienst bereitstellen. In dieser Anleitung möchte ich Ihnen zeigen, wie sie den Reporting Server 2016 in Ihrer Infrastruktur bereitstellen und als Office 365 Kunde die PowerBI Funktionalität aktivieren. Ich habe mich in diesem Blog Beitrag extra dazu entschieden den Nativmodus der SSRS zu installieren, da bei den meisten Office 365 Kunden oft kein SharePoint Server 2016 vorhanden ist – da dieser ebenfalls in Office 365 betrieben wird.

Sollten Sie Fragen bezgl. der Installation und Konfiguration der SQL Reporting Services haben, so stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Um dieses Beispiel anzuwenden, benötigen Sie einen SQL Server 2016 sowie einen separaten Server 2016/2012R2 auf dem die Reporting Services (SSRS) installiert und konfiguriert werden. Sie können auch für Testzwecke den SSRS Server auch auf dem SQL-Server selber installieren, hierzu rate ich Ihnen aber in einer Produktivumgebung ab.

Hinweis: Bitte beachten Sie, um PowerBI nutzen zu können, müssen Sie den Reporting Server 2016 installiert haben und über ein demensprechenden Lizenz in Office 365 besitzen.

Wechseln Sie nun auf den Server, auf dem der SQL Reporting Server bereitgestellt werden soll. Legen Sie das Image des SQL-Server oder den entsprechenden Datenträger in das Laufwerk ein. Öffnen Sie die SQL-Server Setup-Routine.  Klicken Sie auf der rechten Seite die Option „Installation“ und wählen Sie dann die Option „Neue eigenständige SQL-Server Installation oder Hinzufügen von Funktionen zu einer vorhandenen Installation“ aus.

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Belassen Sie alle Standardeinstellungen bei der Abfrage der „Lizenzbestimmungen“ und den „Globale Regeln“. Selektieren Sie bei der Option „Microsoft Updates“ die Option „Mit Microsoft Update nach Updates suchen (empfohlen)“. Setzen Sie dann das Setup fort. Die Installation der Setup-Dateien kann einige Zeit in Anspruch nehmen.

Bei den Funktionsregeln aktivieren Sie bitte die Option „Reporting Services – Systemeigen”. Passen Sie bei Bedarf den Installationspfad an. Ansonsten werden keine weiteren Services benötigt. Klicken Sie auf „Weiter“.

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Belassen Sie ebenfalls die Standardeinstellungen im Bereich „Instanzkonfiguration“. Klicken Sie auf „Weiter“.

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Legen Sie als nächstes einen neuen Service Account für den SQL Reporting Services an. Geben Sie den neuen Service Account unter Dienstkonten mit dem dazugehörigen Kennwort an.

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Ansonsten müssen keine weiteren Anpassungen durchgeführt werden. Führen Sie daher das Setup weiter fort indem Sie auf „Weiter“ klicken. Die erfolgreiche Installation sollte wie folgt aussehen.

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Konfiguration der SSRS.

Nachdem wir die Installation erfolgreich abgeschlossen haben, kann die Einrichtung der SSRS erfolgen. Hierzu müssen Sie sicherstellen, dass bei einer aktivierten Firewall die Ports 1433 und 1434 geöffnet sind. Ebenfalls muss der Service Account innerhalb des SQL Server der Rolle „RSExecRole“ hinzugefügt werden. Bitte beachten Sie, dass Sie ebenfalls den Port 80 auf dem SSRS Server freigeben müssen, da der Zugriff über den Webbrowser erfolgen wird.

Öffnen Sie als nächstes den Konfigurations-Manager für die Reporting Services. Klicken Sie hierzu auf das Startmenü und öffnen Sie das Programm. Melden Sie sich an den SSRS an, indem Sie auf „Verbinden“ klicken.

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Klicken Sie jetzt auf der linken Seite auf die Option „Webdienst-URL“. Belassen Sie die Einstellungen und klicken Sie auf „Anwenden“.

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Die erfolgreichen Bereitstellungen sollten wie folgt angezeigt werden.

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Klicken Sie als nächstes auf der linken Seite die Option „Datenbank“. Klicken Sie den Button „Datenbank ändern“.

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Belassen Sie die Einstellungen im Konfigurationsassistenten und klicken Sie auf „Weiter“.

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Geben Sie den SQL Server an, auf dem die Datenbank bereitgestellt werden soll. Beachten Sie, dass der Benutzer über die Berechtigungen verfügen muss, um auf den SQL Server zuzugreifen. Drücken Sie anschließend auf den Button „Verbindung testen“. Sollte die Verbindung erfolgreich hergestellt worden sein, so klicken Sie auf „Weiter“.

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Belassen Sie die Einstellung bei der Option „Datenbank Server“. Als Anmeldedienst wird automatisch der ServiceAccount der SSRS von der Setuproutine ausgewählt. Die Berechtigungen werden automatisch gesetzt. In meinem Beispiel belasse ich die Einstellungen. Sollten Sie hier einen anderen Account wünschen, so ändern Sie diesen und klicken dann auf „Weiter“.

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Prüfen Sie noch einmal die Zusammenfassung und klicken Sie dann auf „Weiter“.

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Die erfolgreiche Bereitstellung sollte nun wie folgt aussehen. Klicken Sie auf „Fertigstellen“.

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Klicken Sie nun auf Webportal. Belassen Sie hier die Einstellung und klicken Sie ebenfalls auf „Anwenden“.

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Die erfolgreiche Bereitstellung sollte wie folgt angezeigt werden.

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Geben Sie Ihre Informationen für das Versenden von E-Mails ein. Klicken Sie hierzu auf der linken Seite auf die Option „E-Mail-Einstellungen“ und tragen Sie hier Ihre Informationen ein. Klicken Sie anschließend auf „Anwenden“.

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Die Reporting Services verwendet einen symmetrischen Schlüssel zum Verschlüsseln von Anmeldeinformationen, Verbindungszeichenfolgen und anderen sensiblen Daten, die in der Berichtsserverdatenbank gespeichert werden. Dieser Schlüssel sollte gesichert werden, da dieser bei Migrationen auf anderen Servern und eine eventuelle Wiederherstellung immer wieder benötigt wird. Klicken Sie hierzu auf der linken Seite auf die Option „Verschlüsselungsschlüssel“ und klicken Sie dann auf „Sichern“. Wählen Sie einen Speicherort aus und geben Sie einen Namen für die Datei an. Vergeben Sie ein Kennwort und klicken Sie anschließend auf „OK“.

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Als nächstes benötigen Sie ein Konto, das von Abonnementsservice für den Zugriff auf die Dateifreigaben verwendet werden soll. Achten Sie drauf, dass das Konto nur die minimal mögliche Berechtigung besitzt und es sich nicht, um den Service Account der Reporting Services handelt. Legen Sie hierzu ein weiteren Service Account im AD als Benutzer an. In meinem Beispiel nenne ich den Account „SSRSAboReader“. Klicken Sie dann auf der linken Seite die Option „Abonnementeinstellungen“. Aktivieren Sie die Option „Ein Dateifreigabekonto angeben“ und geben Sie das Konto so wie das Kennwort ein. Klicken Sie dann auf „Anwenden“. Die erfolgreiche Bereitstellung sollte nun wie folgt aussehen.

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Im letzten Schritt werden wir nun PowerBi integrieren. Klicken Sie hierzu auf „Power BI-Integration“ auf der linken Seite. Klicken Sie dann auf den Button „Bei Power BI registrieren“. Klicken Sie bei der Sicherheitswarnung auf „Hinzufügen“ und fügen Sie die Office 365 login Seite der vertrauenswürdigen Webseiten hinzu. Geben Sie dann Ihre Anmeldeinformationen für ihren Office 365 Accounts an.

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Klicken Sich anschließend auf „OK“. Die erfolgreiche Bereitstellung sollte wie folgt aussehen.

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Hinweis: Sollten Sie die Reporting Services 2016 bereitgestellt haben, ist es unabdingbar, dass Sie das SP1 und das aktuelle CU bereitstellen. Laden Sie hierzu die notwendigen Files herunter und patchen Sie den Server bevor Sie weitermachen. Das aktuelle SP1 können Sie hier herunterladen  und das aktuelle CU (Mrz 2017) hier. Bitte beachten Sie ebenfalls, sollten Sie die SSRS nachträglich installiert haben bevor Sie schon die Updates auf Ihrem SQL Server gepatched haben, so müssen Sie die Updates noch einmal ausführen.

Testen Sie ob der Zugriff auf die SSRS-Services funktioniert. Rufen Sie hierzu die Adresse. http://server/Reports auf. Die SSRS sollten nun aufgerufen werden.

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Über T.Blankertz

Torben Blankertz lebt mit seiner Familie in Erkelenz im Kreis Heinsberg am linken Niederrhein. Hauptberuflich ist er bei der Firma Bechtle IT-Systemhaus Köln im Microsoft Competence Team als IT-Consultant im Enterprise-Segment tätig.Während seiner Ausbildung an der Akademie für Information- und Telekommunikationstechnik zu Essen entwickelte er seinen Schwerpunkt im IT-Controlling: Ermittlung von Projektfortschritten und dessen Wirtschaftlichkeit mit der Ertragswertanalyse (Earned Value). Während der Ausbildung war er als technischer Projektleiter bei einem Dienstleistungsunternehmen in der Umweltbranche tätig. Dort konnte er seine technische Expertise in den Technologien Linux, Microsoft und Citrix ausbauen und vertiefen. Nach der Ausbildung wechselte er in den Raum Köln, wo er als Projektmanager und Berater für Projektmanagement in den Bereichen ITC-Migrations- und ITC-Integrationsprojekte sowie Rollouts mit dem Schwerpunkt Microsoft Technologien eingesetzt wurde. Für die Abwicklung der Projekte war er federführend verantwortlich und richtete dabei seinen Fokus auf die Projktmanagementmethode PRINCE2. Seit 2006 richtet er sein Interesse auf die Umsetzung der Projektmanagementmethoden PRINCE2 und deren Umsetzung mit den entsprechenden Projektmanagementtechnologien aus. Bedingt durch diesen Fokus, ist er auch als Technologieberater für die Produkte: SharePoint und Project Server und deren benötigten Infrastruktur tätig. Seit 2008 doziert er an der Akademie für Informations- und Telekommunikationstechnik zu Essen in den Fächern IT-Controlling, IT-Qualitätsmanagement und IT-Risikomanagement sowie Microsoft Project.
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