Projektmanagement in der digitalen Transformation

Seit einiger Zeit steht bei Microsoft und anderen Softwareherstellen die digitale Transformation ganz oben auf der Agenda. Was ist mit dem Wort Digitalisierung eigentlich gemeint? Unter dem Ausdruck digitale Transformation verbirgt sich eigentlich nichts anderes als der Begriff für den fortlaufenden Änderungsprozess durch die heutige Digitalisierung in unserer Gesellschaft. Stellt sich natürlich die Frage, wie sich dieser Änderungsprozess auf das Projektmanagement auswirken wird? Gerade innerhalb des Projektmanagement müssen Mitglieder einer Projektorganisation viele Informationen aufnehmen, pflegen und verarbeiten. In diesem Blog-Beitrag möchte ich Ihnen zeigen, wie sich diese digitale Transformation auf den Projektmanagementprozess es in der Zukunft auswirken könnte.

Eine Reise

Reisen wir doch einfach mal in die Zukunft. Seit der Nutzung der Cloud ist der technologische Mehrwehrt klar. Wir möchten einen Service nutzen, den ich an jedem Ort, zu jedem Zeitpunkt von jedem Gerät nutzen kann, um meine Informationen einzugeben, zu verarbeiten oder auszuwerten. Gerade im Projektmanagementprozess ist es wichtig schnellst möglichst auf Veränderungen zu reagieren und hieraus eventuelle Korrekturmaßnahmen in Hinsicht des Projektes auf Qualität, Kosten und Zeit vorzunehmen. Diese Veränderungen werden meistens durch Informationssysteme übermittelt. Meistens kommt es bei der Verarbeitung zu einem Informationsbruch, den der Projektleiter muss zwischen mehreren Systemen wechseln die keine – oder nur eine schlechte Integration in das Zweitsystem liefern. Klassisch genutzt werden meistens das Telefon, E-Mail oder Kommunikationssysteme wie zum Beispiel Teams oder Yammer. Genau hier ist der Projektleiter, genau wie die Assistentin der Geschäftsführung oder dem Controller. Die Eingabe erfolgt nach dem klassischen System der Informatik „Eingabe – Verarbeitung – Ausgabe“ (EVA). Diese Verarbeitung kostet die meiste Zeit, da die Eingabe nach wie vor über eine Tastatur oder Touch-Screen erfolgt. Genau hier muss in der Zukunft eine Entlastung erfolgen. Als weitere Optimierung muss die Bereitstellung der Informationen erfolgen. Meistens ist der Zugriff nur über ein System möglich. Automatisierungen sind zwar bei vielen Technologien möglich, erwartet aber immer noch den Zugriff über ein Device und Programm.

Um den Projektleiter in der Zukunft zu entlasten, müssen wir also die Zeit für die Eingabe von Informationen und die Zeit für die Informationsgewinnung minimieren. Reisen wir doch einfach mal in einem kurzen Traum in die Zukunft.

Ein Traum

Stellen wir uns einmal vor Sie wären ein Bauleiter und wir reisen ins Jahr 2117 – also genau 100 Jahre in die Zukunft. Sie werden nicht mehr durch einen Wecker geweckt, sondern durch eine KI die als kleines Device neben Ihrem Bett steht. Sie wachen auf, gehen in die Küche und fragen die KI als erstes, welche Probleme im Projekt „Rohrleitungsbau“ existieren. Sie erfahren von der KI, dass die Außentemperatur bei -15 Grad liegt und aus dem Grund keine Wasserleitungen verlegt werden dürfen. Daraufhin sagen Sie der KI, dass Sie eine Verzugsmail-Mail für das Projekt an die Stadt senden soll, während Sie gemütlich einen Kaffee machen. Danach fahren Sie auf die Baustelle, setzen sich ihre Mixed-Reality-Brille auf und gehen die Gewerke laut Projektplan ab. Die einzelnen Gewerke werden von der Brille geprüft und gleicht diese, automatische mit dem Projektplan ab. Findet das Programm zwei Arbeitspakete die nicht den Qualitätsanforderungen entsprechen, wird eine Interaktion auf diesem Problem durchgeführt und ein Workflow übernimmt automatisch ein neues Arbeitspaket, der entsprechende Ersteller des Arbeitspakets, wird automatisch informiert und ein Update des Risiko- bzw. in der OP-Liste wird vorgenommen.

Da Sie gerade auf der Baustelle sind, können Sie leider nicht gerade Ihre E-Mail beantworten. Diese Arbeit wird von BOTS übernommen. Dadurch haben Sie bei Ankunft in Ihrem Büro weniger Arbeit.

Schön nicht – wahrscheinlich werden Sie jetzt sagen, das ist doch alles Science-Fiction. Durch diese Redenswendung habe ich früher auch von meinem Vater gehört, wenn ich Knight Rider geguckt habe. Er hat immer gesagt: „Autos die sprechen wird es nie geben“. Naja, Die Automarke Tesla schlägt gerade ganz neue Wege ein. Die Technologien, die ich oben in meiner Vision beschrieben habe gibt es schon. Auch die Mixed-Reality Brille ist schon erfunden. Leider haben wir hier das Problem, dass es noch keine Anwendungen für diese Szenarien gibt. BOTs allerdings bestimmen schon unseren Alltag – leider noch nicht für uns in Person. Aber für die soziale Beeinflussung werden diese schon sehr erfolgreich eingesetzt. Sprachsteuerungen wie zum Beispiel Alexa, Cortana und Siri sind auch schon Bestandteil von Betriebssystem und Hardware.

Vom Traum zur Realität

Das Problem was wir allerdings haben, ist die Angst. Angst vor dem Verlust von Information, die einer anderen Person einen Vorteil durch den Erhalt dieser verschafft, die mir als Unternehmen wiederum einen Nachteil im Geschäft bringt. Diese „Angst“ ist auch völlig legitim. Hat die Vergangenheit doch gezeigt, dass Spionage und Geheimdienste unsere Daten sehr interessant finden. Meta-Information werden auch für Unternehmen immer interessanter und erreichen auf dem Markt horrende Summen. Ohne diese oben beschriebenen Technologien werden wir aber die nächsten Jahre stehenbleiben und so weiterarbeiten wie bisher. Da wir Menschen keine andere Möglichkeit haben, Informationen zu verarbeiten. Dieser Zustand wird sich nach meiner Meinung auch noch ca. 20 Jahre hinziehen. Dann wird der nächste Generationswechsel in den Unternehmen stattfinden. Dann kommt eine Generation, die mit Siri, Alexa und Cortana aufgewachsen ist. Um diesen zu erklären, man muss eine Tastatur und Maus benutzen um Informationen einzugeben, wird nicht mehr möglich sein. Ich für meinen Teil, nutze für die Erinnerungen, Terminplanung seit einiger Zeit Alexa und kann nur sagen, dass ich es sehr bequem finde meine Termine und Erinnerungen über die Sprachsteuerung zu verwalten.

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Über T.Blankertz

Torben Blankertz lebt mit seiner Familie in Erkelenz im Kreis Heinsberg am linken Niederrhein. Hauptberuflich ist er bei der Firma Bechtle IT-Systemhaus Köln im Microsoft Competence Team als IT-Consultant im Enterprise-Segment tätig.Während seiner Ausbildung an der Akademie für Information- und Telekommunikationstechnik zu Essen entwickelte er seinen Schwerpunkt im IT-Controlling: Ermittlung von Projektfortschritten und dessen Wirtschaftlichkeit mit der Ertragswertanalyse (Earned Value). Während der Ausbildung war er als technischer Projektleiter bei einem Dienstleistungsunternehmen in der Umweltbranche tätig. Dort konnte er seine technische Expertise in den Technologien Linux, Microsoft und Citrix ausbauen und vertiefen. Nach der Ausbildung wechselte er in den Raum Köln, wo er als Projektmanager und Berater für Projektmanagement in den Bereichen ITC-Migrations- und ITC-Integrationsprojekte sowie Rollouts mit dem Schwerpunkt Microsoft Technologien eingesetzt wurde. Für die Abwicklung der Projekte war er federführend verantwortlich und richtete dabei seinen Fokus auf die Projktmanagementmethode PRINCE2. Seit 2006 richtet er sein Interesse auf die Umsetzung der Projektmanagementmethoden PRINCE2 und deren Umsetzung mit den entsprechenden Projektmanagementtechnologien aus. Bedingt durch diesen Fokus, ist er auch als Technologieberater für die Produkte: SharePoint und Project Server und deren benötigten Infrastruktur tätig. Seit 2008 doziert er an der Akademie für Informations- und Telekommunikationstechnik zu Essen in den Fächern IT-Controlling, IT-Qualitätsmanagement und IT-Risikomanagement sowie Microsoft Project.
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